Sonntag, 17. November 2013

Sunset // Muriwai Beach

Wie ich im letzten Eintrag ja geschrieben habe, hatten unsere Wwoofing-Hosts Angelika und John am Mittwochabend eine Überraschung bzw. ein "Abschiedsgeschenk" für uns. Die beiden haben Sarah und mich zum Muriwai Beach mitgenommen (20 Minuten Autofahrt) um der Sonne beim untergehen zuzuschauen. Vorher wurden noch eben Fish and Chips (superungesund, aber lecker) gekauft, die wir dann auch gleich gegessen haben, nachdem der Campingtisch aufgeklappt und die Jacken angezogen waren. Momentan ist übrigens Frühling in Neuseeland, bezogen auf Deutschland sind die Jahreszeiten hier ja genau umgekehrt. Die wärmsten Monate von Dezember bis Februar haben wir also noch vor uns. Kaum am Strand angekommen, waren Sarah und ich natürlich schon fleißig am Fotos knipsen. Wir waren ganz glücklich, endlich am Meer zu stehen, und der Sonnenuntergang war wahnsinnig schön, aber das zeigen die Bilder sowieso besser als meine Erzählungen. So ging ein toller letzter Abend bei unserer Gastfamilie zu Ende. Am nächsten Morgen haben Sarah und ich in aller Frühe unser Zimmer und das Bad aufgeräumt, die Koffer fertig gepackt und uns verabschiedet. Schade war es schon, wir hatten uns eigentlich gerade ganz gut eingelebt und wohl gefühlt hatten wir uns dort sowieso von Anfang an. Aber wir wollen ja weiter. Auch an dieser Stelle nochmal ein ganz liebes Danke an Angelika, John und Thomas, für alles. Wir hatten eine wirklich gute Zeit bei euch und einen super Start in unser großes Abenteuer!


Freitag, 15. November 2013

Wwoofing // Coatesville

Ihr Lieben, erstmal möchte ich mich für alle eure Nachrichten bedanken! Ich freue mich sehr, dass ihr an mich denkt und meine Einträge hier auf meinem kleinen Blog verfolgt. Am liebsten würde ich euch jeden Tag berichten, was wir hier erleben, aber das ist nicht so ganz einfach. Momentan sind Sarah und ich noch sehr damit beschäftigt, richtig in unserem Heimatland auf Zeit anzukommen, uns zurechtzufinden, die nächsten Wwoofing Hosts zu finden usw. und finden deshalb nicht viel Zeit zum Bloggen. Achja, wenn die Zeit dann mal da wäre, haben wir kein Internet und um hier Bilder hochzuladen muss ich an Sarahs Laptop, das kann ich im Gegensatz zum Schreiben nicht auf dem Handy machen. Bitte entschuldigt also, wenn die Einträge auf sich warten lassen.

Nachdem wir unsere erste Wwoofing Familie ja völlig problemlos gefunden hatten, haben wir uns am Samstag nach dem Frühstück von Alissa und Wiebke, (liebe Grüße falls ihr das lest, vielleicht begegnen wir uns auf der Reise nochmal:)) mit denen wir im Hostel unser Zimmer geteilt haben, verabschiedet, haben ausgecheckt und uns auf den Weg zur Bushaltestelle gemacht, von wo aus uns ein Bus nach Albany gebracht hat. Da saßen wir dann gespannt am Bahnhof und warteten auf Angelika, die uns ein paar Minuten später gut gelaunt mit dem Auto abholte. Angelika ist Deutsche, verheiratet mit John (Neuseeländer) und schon seit 34 Jahren in Neuseeland. Von den drei erwachsenen Söhnen lebt momentan nur der Jüngste, Thomas, zuhause. Außerdem wohnen dort noch zwei Hunde, Kater Oscar und ein paar Hühner. Die ganze Familie war supernett und die Umgebung sehr sehr schön. Das große Haus mit dem idyllischen und vor allem gigantischen Garten steht in Coatesville, was aber genau wie Albany immer noch zu Auckland gehört. Unsere Arbeit bestand hauptsächlich aus Unkraut jäten, 5 Stunden pro Tag. War natürlich nicht unanstrengend, aber zu zweit arbeitet es sich ja etwas leichter ;) Im Gegenzug dafür hatten wir ein kleines Zimmer im Haus und wurden mit gutem Essen verpflegt. Das Wetter hier war mit 20°C die ganzen Tage schön, meistens aber ein bisschen bewölkt, also perfekt zum Arbeiten.

Nachmittags und abends haben wir meistens im Internet nach potenziellen nächsten Wwoofing-Familien gesucht, leider erfolglos. Mit unseren Gastgebern und vor allem mit Thomas haben wir uns viel unterhalten, meine Versuche, auch nur einen einzigen vernünftigen Ton aus dem Didgeridoo zu bekommen sind kläglich gescheitert und Fotos haben wir natürlich auch gemacht, ein paar seht ihr ja unten. Am Mittwoch durften wir dann Quad fahren ausprobieren, das war gar nicht so leicht, aber sehr lustig :D Und am letzten Abend hatten unsere lieben Gastgeber eine Überraschung für uns, die uns sehr gefreut hat. Aber dazu mehr in einem nächsten Post.


Laut Angelika und Thomas sollten wir uns unbedingt Coromandel anschauen, aber wie gesagt haben wir weder da noch sonst wo in unserer Nähe fürs Erste einen Wwoofing-Platz gefunden. Momentan ist es einfach etwas schwierig, weil sozusagen "Backpacker-Hochsaison" ist. Nach einigen Überlegungen haben wir uns dazu entschieden, den Bus nach Hahei zu nehmen, dort für 4 Tage im Hostel zu wohnen und uns die Strände anzuschauen. Und da sind wir jetzt, aber auch dazu kommt noch ein seperater Eintrag. Bis dahin, die besten Grüße an euch!

Freitag, 8. November 2013

Gelandet // Auckland

Ein ganz liebes 'Hallo' bzw. 'Kia ora' an euch alle! Bei euch ist es gerade kurz nach neun Uhr morgens, bei uns genau zwölf Stunden später. Während ihr also gerade in den Tag startet, gehen wir so langsam ins Bett. Aber von vorne: Nach ungefähr 22 Stunden Flug plus sämtlichen Stunden Warterei an den Flughäfen in Frankfurt, Dubai und Brisbane sind Sarah, ich und eine ganze Menge anderer Backpacker am Mittwoch Nachmittag sicher in Auckland gelandet. Der Flug war teilweise ein bisschen anstrengend, vor allem weil wir nicht viel schlafen konnten und irgendwann ziemlich übermüdet waren, aber umso schöner war es, im Hostel anzukommen und erstmal wieder duschen, in einem Bett liegen und durchschlafen zu können. Am Donnerstagmorgen beim Work&Travel Einführungsworkshop haben wir dann erstmal eine ganze Menge Wichtiges und Interessantes zum Leben, Reisen und Arbeiten in Neuseeland erzählt bekommen. Ansonsten konnten wir in den 3 Tagen, die wir jetzt hier sind, schonmal ganz gut das Hostelleben kennenlernen. Die Duschen sind alle fast durchgehend belegt, abends isst man meist Nudeln oder Reis und einen Plan gibt es praktisch nicht. Als Backpacker muss man natürlich flexibel sein. Gestern Abend haben Sarah und ich unser Online-Profil zum Wwoofing erstellt (wer sich immer noch fragt, wer oder was dieses Wwoofing eigentlich ist, schaut doch bitte mal auf meiner FAQ-Seite vorbei ;)) und wollten heute bei einigen Familien anfragen. Dann hat uns doch aber tatsächlich heute Morgen ein Ehepaar angeschrieben, das in der ländlichen Region Aucklands lebt, und uns einen Wwoofing-Platz angeboten. Das haben wir natürlich dankend angenommen und verlassen das Hostel nun also nicht wie geplant erst am Montag, sondern schon morgen. Ich freue mich sehr, vor allem, weil wir dann hoffentlich endlich ein bisschen Landschaft zu sehen bekommen. Wir sind hier ja mitten im Stadtzentrum und das ist nicht sonderlich spektakulär und vor allem nicht das, was man sich beim Gedanken an Neuseeland vorstellt. Fotos habe ich leider noch nicht wirklich gemacht, hauptsächlich weil die letzten beiden Tage sehr verregnet waren. Naja, morgen geht es jetzt jedenfalls erstmal weiter bzw. eigentlich erst richtig los. Wenn wir dort Internet haben, werde ich natürlich mal von unserem ersten 'Job' berichten :) Bis dahin ihr Lieben, macht's gut, viele Grüße aus der Ferne :*

P.S. Ich könnte noch eine ganze Menge mehr schreiben, aber erstens will ich euch nicht gleich mit dem ersten Eintrag vom anderen Ende der Welt erschlagen und zweitens sollte ich es meinen Zimmergenossinnen jetzt dann doch mal gleich tun und schlafen, um den letzten Rest Jetlag loszuwerden. Schreibt mir aber ruhig eure Fragen, ich antworte dann so bald wie möglich.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Update // few days left

Längst ist es mal wieder Zeit für einen richtigen Blogeintrag. Die lieben Menschen, die bisher hier mitlesen, wissen es zwar wahrscheinlich schon, aber irgendwie gehört es ja auch auf den Blog, dass meine letzte Woche recht "spannend" war. Vergangenen Dienstag habe ich meine Führerscheinprüfung bestanden und bin superglücklich, das noch vor der großen Reise geschafft zu haben. Auto fahren werde ich in Neuseeland aber trotzdem nicht, als Fahranfänger muss ich ja nicht gleich im Linksverkehr rumgurken.


So, und wie ihr ja vielleicht seht bzw. auch schon wisst, sind meine Haare seit Mittwoch gut 15 Zentimeter kürzer. Irgendwie hatte ich schon seit Längerem Lust auf ein bisschen optische Veränderung, so langsam konnte ich die langen Haare bei mir einfach nicht mehr sehen. Klar, kurz sind sie natürlich nicht, aber eben auch nicht mehr so lang. Und obwohl ich mit der neuen Frisur wirklich zufrieden bin, vermisse ich das Lange so ein ganz kleines Bisschen, wenn ich mir Bilder wie das Folgende anschaue, die ein paar Tage vor meinem Friseurbesuch entstanden sind. Naja, letztendlich wachsen meine Haare ja sowieso schneller als mir lieb ist... An der Farbe hat sich übrigens nichts geändert, dass das hier so unterschiedlich aussieht liegt an der eher bescheidenen Belichtung. Oh und die nebensächliche Tatsache, dass meine Haut so ziemlich einer frischgeweißelten (Rauputz!-)Wand gleicht, dürfte sich ja hoffentlich auch bald ändern, in Neuseeland ist momentan Früüühling ;)


Apropos Neuseeland: Noch 6 Mal schlafen, ein paar letzte Kleinigkeiten erledigen und natürlich packen, dann startet das große Abenteuer. Ich bin unglaublich gespannt, aufgeregt und hibbelig. Wird wohl Zeit, dass es endlich losgeht :)


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Bevor es losgeht // FAQ

Wenn ich von der nahenden Neuseeland-Reise erzähle, bekomme ich (verständlicherweise!) immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich natürlich total, wenn sich jemand dafür interessiert. Es erscheint mir aber doch ganz sinnvoll, das Grundlegende und alles, was ich jetzt vor Reiseantritt schon erzählen kann, in einem 'Frequently Asked Questions' -Eintrag zusammenzufassen.

1. Was machst du in Neuseeland?
Ich bin dort zum Work&Travel und reise also für 7 Monate als Backpacker durch das Land. (Bzw. eigentlich für sechseinhalb Monate, die letzte Zeit verbringen wir in Australien)

2. Wer ist 'wir'?
Ich reise zusammen mit meiner lieben Freundin Sarah. HIER geht es zu ihrem Blog.

3. Habt ihr alles selbst organisiert?
Nein, Sarah und ich haben uns für eine Organisation (AIFS) entschieden, die uns hilft. Das heißt aber nicht, dass wir Jobs & Unterkünfte organisiert bekommen, die suchen wir uns schon selbst. Mit AIFS haben wir einfach die Sicherheit eines Ansprechpartners und laufen nicht so leicht Gefahr, etwas zu vergessen oder falsch zu machen. Man muss ja wirklich an eine ganze Menge denken, wenn man eine solche Reise plant. So wurden uns zum Beispiel die Flüge organisiert, wir haben innerhalb des Work&Travel Programms eine Reiseversicherung und eine Reiserücktrittskostenversicherung abgeschlossen, wurden bei der Visumsbeantragung unterstützt, bekommen in den ersten Tagen einen Einführungsworkshop der Partnerorganisation in Auckland usw.

4. Wo könnt/wollt ihr dort arbeiten und wohnen?
Da wir nicht viel Arbeitserfahrung zu bieten haben, fällt natürlich alles, was die Anforderungen eines Aushilfsjobs übersteigt, schonmal so ziemlich weg. Ein typischer Backpacker-Job ist Erntehelfer, was aber natürlich vor allem auf Dauer körperlich sehr anstrengend ist. Soweit ich das beurteilen kann, ist auch "Work for Accomodation" sehr verbreitet, dabei erarbeitet man sich beispielsweise in einem Hostel die Unterkunft dort.

Abgesehen davon haben Sarah und ich die WWOOF-Mitgliedschaft gebucht. WWOOF bedeutet "World Wide Opportunities on Organic Farms" und ermöglicht uns, auf privaten ökologischen Farmen gegen Kost und Logis zu arbeiten. Geld bekommt man da zwar nicht, dafür aber Einblicke ins Leben der Einheimischen. Bei welchen Farmen wir anrufen und nach Arbeit fragen, bleibt natürlich uns überlassen. Sowohl online als auch in gedruckter Form haben wir eine Liste der Mitgliedsfarmen und können nach verschiedenen Kriterien auswählen, was für uns in Frage käme. Ob und wie lange wir auf einer Farm unterkommen und was wir dort arbeiten (z.B. im Haushalt, im Garten etc.), hängt letztendlich aber natürlich von den Gastgebern ab.

5. Wie viel Gepäck kannst du mitnehmen?
Theoretisch darf ich 30 Kilo Hauptgepäck plus 7 Kilo Handgepäck mitnehmen. Empfohlen werden für das Hauptgepäck aber nur etwa 15 Kilo, erstens damit der Rucksack nicht zu schwer wird (mein Rucksack hat zwar auch Rollen, womit ich ihn bei Möglichkeit also auch ziehen kann, aber 'umso leichter, desto besser' gilt natürlich trotzdem) und zweitens, damit bei einem eventuellen Inlandsflug (z.B. von der Nord- auf die Südinsel Neuseelands) die meist weniger großzügigen Gepäckbestimmungen nicht überschritten werden. Konkret heißt das natürlich, nur das Nötigste mitzunehmen. Zitat aus meinem Work&Travel-Ratgeber: "Als Faustregel gilt: Alles, was du willst, rauslegen, davon die Hälfte zurückpacken und nochmal 20% abziehen. Fest steht, dass man immer mehr mitnimmt, als man tatsächlich braucht." 

6. Wie kann man auf dem Blog auch ohne Google-Konto Kommentare schreiben?
Das ist ganz einfach. Bei "Kommentar schreiben als" entweder "Anonym" auswählen und mir dann im Kommentar dazuschreiben, wer du bist, oder "Name/URL" auswählen und deinen Namen eingeben, das Feld mit "URL" einfach freilassen. Dann natürlich den Kommentar eintippen und auf "Veröffentlichen" klicken. Bevor der Kommentar unter dem Eintrag zu sehen ist, muss ich ihn erst freigeben, also nicht wundern ;)


Schreibt mir ruhig, wenn ihr noch etwas wissen möchtet, ich freu mich :)